Neues

Als Führungskraft geboren II

… ist niemand. Das habe ich schon in der letzten Woche festgestellt und darüber berichtet, was aus meiner Sicht eine gute Führungskraft ausmacht. Heute geht es darum, wie man eine gute Führungskraft wird.

Grundvoraussetzungen

Erstens sind einige Charaktereigenschaften von Vorteil, andere eher ein Hinderungsgrund, um ein Leader zu werden. Eine schüchterne, zurückhaltende Persönlichkeit, die Auseinandersetzungen scheut und ungern vor anderen Menschen steht, hat erst einmal nicht die klassischen Voraussetzungen, ein guter Chef zu werden (und vermutlich auch weniger Interesse). Jemand, der gerne Dinge in die Hand nimmt, Menschen begeistert und eine gewisse Durchsetzungskraft besitzt, scheint da besser geeignet. Zweitens ist es neben dem Charakter auch der Wille zu und die Lust am Führen. Beides kann schon in der Jugend beim Sport sichtbar werden. Drittens ist eine gewisse Begabung und Intuition im Umgang mit Menschen eine gute Basis. Es sind also Charakter, Wille und emotionale Intelligenz, die Grundvoraussetzung bilden. Das heißt nicht, dass es anders unmöglich ist. Durch die Arbeit an einem selbst und kontinuierlicher Entwicklung können Berge versetzt werden. Es gibt aber schon erst mal eine gewisse Grundtendenz.

Wissen

Der nächste Baustein ist Wissen. Um eine gute Führungskraft zu werden, ist es sinnvoll, ein gewisses Grundwissen im Bereich Führung, Kommunikation und Psychologie zu haben. Dieses Wissen alleine, bewirkt noch nichts, weshalb auch der Betriebswirt von der Uni mit der Abschlussarbeit zu Führungstheorien weit entfernt ist, ein guter Leader zu sein. Auf dem bewussten Weg zu einer Führungskraft ist eine solche Basis jedoch sehr sinnvoll und Teil des Gesamtkonstrukts.

Reflexion

Viele Führungskräfte sind bis hierher gekommen. Sie haben charakterliche Voraussetzungen, einen starken Willen zum Führen und ein bisschen Grundwissen. Das alleine reicht in den allermeisten Fällen nicht aus. Wie heißt es doch so schön „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ und „Aus Fehlern lernt man“. Wer dauerhaft wachsen und besser werden will – und diese Haltung sollte vor allem eine Führungskraft an den Tag legen -, der muss seine Handlungen immer wieder reflektieren, selbstkritisch überdenken und anpassen. Die Menschen und die Settings sind so unterschiedlich, dass immer und immer wieder neue Situationen und Konstellationen auftreten, die ein neues und individuelles Handeln erfordern. Und nur selten gelingen perfekte (Re-)Aktionen. Wer glaubt, fertig zu sein, hat schon verloren.

Übung

Aus der Reflexion ergibt sich zwangsweise das Üben und Trainieren. Die Bereitschaft, aufzustehen und es noch einmal zu versuchen, neue Wege zu gehen, sich eventuell Unterstützung zu suchen. Trainings oder Coachings können sehr hilfreich sein, um neue Perspektiven einzunehmen, Anregungen zu erhalten und im geschütztem Raum auszuprobieren.

Alle diese Punkte treffen im Grund auf jeden Mensch in jeder Position, der wachsen und sich entwicklen will, zu. Da Führungskräfte auch eine Art Vorbildcharakter haben, halte ich es für besonders wichtig, an der eigenen Entwicklung interessiert zu sein und diese aktiv zu betreiben. Die stete Weiterentwicklung ist Arbeit, macht aber eine Menge Spaß und wird unter Garantie Wertschätzung erfahren. Ich wünsche Ihnen eine Menge Freude dabei!

Wenn ich Sie bei Ihrem Change Projekt unterstützen soll, kontaktieren Sie mich. Ich freu mich auf Sie!