Neues

Coaching – mein Methodenkoffer

Im Januar habe ich das Thema Coaching zu meinem Schwerpunktthema ausgerufen. Das bedeutet, dass ich auf allen Kanälen (hauptsächlich Twitter und Instagram) dazu Information und Links weitergeben möchte, die ich interessant finde und die mir wichtig sind. Hier auf dem Blog wird es ausführlichere Artikel und einen Abschlussbericht geben. Zu Beginn möchte ich einen kleinen Einblick in meinen Methodenkoffer gewähren.

Coaching und Methoden

Methoden im Coaching – braucht es die überhaupt? Einige behaupten, ein guter Coach braucht keine Methoden, keine Visualisierungen, keine Hilfsmittel. Ein guter Coach coacht durch ein Gespräch. Dem möchte ich nicht widersprechen. Das mag es geben. Gleichzeitig habe ich oft erlebt, wie ein Rollenspiel die Sicht auf die Dinge bahnbrechend ändert oder ein künstlerischer Ansatz endlich die Verkopftheit eines Coachees durchbricht. Ich denke, dass es eine Sache des Stils ist. Des Stils des Coaches und des Zugangs des Klienten. Ein Coaching kann ein reines Gespräch sein, aber auch durch passende Methoden bereichert werden, mit denen sich Coach und Client wohlfühlen und die einen Katalysator auf dem Weg zur Lösung darstellen. Nur überfrachtet sein, das darf eine Coachingsitzung nicht.

Einblicke in meinen Methodenkoffer

Wie der grundsätzliche Schwerpunkt LEGO Serious Play erkennen lässt, bin ich der Überzeugung, dass spielen, be-greifen aber auch Bewegung oder malen einen schnelleren Zugang zu den eigenen Ressourcen ermöglicht. Denn so lernen auch Kinder. Deshalb setze ich gerne gezielt Methoden ein, um meine Klienten bestmöglich zu unterstützen.

Beispiel 1 – malen

Einen sehr analytischen Kunden, der sein Problem selbst schon von allen Seiten durchdacht hatte, habe ich in der dritten Coachingsitzung eingeladen, die Situation einmal mit Wachsmalstiften auf einem großen Flipchart zu visualisieren und sich selbst ebenfalls darzustellen. Nach anfänglicher Skepsis machte er sich ans Werk. Was dabei herauskam, war so klar wie es klarer nicht sein konnte. Sein Arbeitsplatz mit allen Mitarbeitern und Aufgaben war in einem Kasten dargestellt, er selbst stand außerhalb. Für ihn der Impuls zu überdenken, ob er dort überhaupt richtig war. Nach einer weiteren Coachingsitzung war unser gemeinsamer Prozess beendet, kurze Zeit später kündigte er und wandte sich neuen, beglückenden Aufgaben zu.

Beispiel 2 – Bewegung im Raum und visualisieren

Eine Entscheidung zwischen zwei Jobs stand für einen anderen Kunden an. Auch er hatte schon viele Für und Wider abgewogen und Pro- und Contra-Listen erstellt. Doch zu einer richtigen Entscheidung war er nicht gekommen. Wir schrieben nun gemeinsam die wichtigen Punkte nach einem gewissen Schema auf Karten. Diese clusterte und bündelte er selbstständig am Boden. Dadurch entstanden zwei Felder – zu jedem Job eines. Schon diese Visualisierung ist eindrucksvoll und hilft dabei, zu Erkenntnissen zu kommen. Die körperliche Bewegung aktiviert den Kreislauf, anders als im Sitzen. Dadurch wiederum ist das Gehirn besser durchblutet und das Denken fällt leichter. Abschließend bat ich den Coachee, sich ein Tier aus meiner großen Schleichsammlung auszusuchen, das nach seinem Gefühl zur jeweiligen Option am besten passt. Er begründete seine Auswahl* und es wurde ziemlich deutlich, für welche Stelle er sich entscheiden würde. Und genau so tat er es auch einige Tage später.

Fazit

Ein Methodenkoffer sollte unterschiedliche Ansätze und für jeden Klienten etwas Passendes bereit halten. Genauso wichtig ist, dass sich der Coach selbst mit der Methode wohl fühlt, denn nur so kann sie zum Erfolg führen. Die richtige Auswahl zum richtigen Zeitpunkt ist determinierend. Und das ist es aus meiner Sicht, was einen guten Coach ausmacht.

Mein Coachingangebot

*Immer wichtig, denn jeder schreibt den unterschiedlichen Tieren unterschiedliche Haupteigenschaften zu. Z.B. Bär: kuscheliger Teddy vs. Raubtier.

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken

MerkenMerken