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Kommunikation – Grundlagen

Kommunikation. Was ist das eigentlich genau? Irgendetwas mit Sender, Empfänger und einer Nachricht. Mein Lieblingsmodell zur Kommunikation ist von Schulz von Thun. Gähn, werden Sie sagen. Das kennt man doch. Nichts Neues. Stimmt! Aber erstens kennen es die Meisten eben doch nicht so richtig, wenn ich mal nachfrage („irgendwas mit mehreren Ohren“) und zweitens lohnt es immer wieder, kurz mal darüber nachzudenken. In der Vorbereitung auf ein Seminar habe auch ich mich heute mal wieder mit ihm beschäftigt und bin immer wieder begeistert, wie einfach doch eigentlich alles ist.

Das vier Ohren Modell von Schulz von Thun

Also, Herr Schulz von Thun behauptet, aufbauend auf Herrn Watzlawick und Anderen, dass eine Nachricht mehr als eine Botschaft enthalten kann, dass es auf den Sender UND auf den Empfänger ankommt, welche der „vier Seiten“ gemeint und auch verstanden wird.

4SeitenJede Information enthält als erstes eine Sachbotschaft. Eine Information wird geteilt. Ganz neutral, rein sachlich. Gleichzeitig offenbart der Sender etwas über sich selbst. So zum Bespiel die Sprache die er spricht, aber auch je nach Inhalt sehr viel tiefergehende Darstellungen oder Enthüllungen. Die Beziehungsebene hat zwei Aspekte: eine Du-Botschaft – „So einer bist Du also“, eine Wir-Botschaft – „So stehen wir zueinander“. Als letztes fordert die Appellebene zu einer Tat auf.

Als Paradebeispiel für diese theoretischen Ausführungen gilt der folgende Satz: „Du, die Ampel ist grün.“ Was da alles gemeint und gehört werden kann, sehen Sie in der nächsten Darstellung (und was daraus für Missverständnisse entstehen können, überlasse ich Ihrer Fantasie!):

4Seiten2Nun gibt es Menschen, die besonders gerne auf einer Ebene senden. Gleichzeitig haben manche Personen ein besonderes Ohr für eine bestimmte Seite einer Nachricht. Um unsere Kommunikation also zu verbessern, lohnt sich ein gezielter Blick auf die Systeme, bei denen es zu Störungen kommt. Auf welcher Ebene sendet der Chef bevorzugt? Was hört die Partnerin, auch wenn ich es gar nicht so meine? Wieso hört mein Mitarbeiter einfach nicht, was ich ihm sagen will? Es hilft, ein Gefühl dafür zu bekommen, wo die „Lieblingsebene“ meines Gesprächspartners ist und sich in seiner Kommunikation darauf einstellen zu können. Achten Sie doch einmal ganz bewusst darauf.

Fazit für die eigene Kommunikation

Was können wir noch aus diesem Modell lernen? Meiner Erfahrung nach hilft es oft, genau das zu sagen, was auch gemeint ist. Also nicht zu hoffen, dass der Gesprächspartner schon versteht, was ich sagen will. Statt festzustellen, dass der Posteingang noch nicht bearbeitet ist, kann ein Mitarbeiter direkt und freundlich aufgefordert werden, diesen zu bearbeiten. Das spart auf beiden Seiten Energie und Zeit und sorgt für eine harmonische Atomsphäre!

So viel in Kürze. Wer nun das Buch der Bücher bestellen und in voller Länge genießen möchte, der kann es hier erwerben. Viel Spaß beim achtsamen kommunizieren und lesen!


 

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