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Mentoring

Sie sind zwischen 1980 und 1995 geboren und sie stehen am Anfang ihres Berufslebens. Die Generation Y befindet sich quasi im „Frühling“ der Karrierejahreszeiten. Mit viel Elan und Motivation sind sie eingestiegen, doch manchmal wird der Schwung schon früh gebremst: unangepasste Führung, nicht vorhandene Weiterentwicklungsmöglichkeiten oder einfach schlechte Kommunikation. Heute möchte ich Ihnen ein Instrument der Personalentwicklung vorstellen, das basierend auf meinen umfassenden Studien besonders gut für die GenY geeignet ist: Mentoring.

Ein Merkmal der Generation ist ein sehr gutes und bisweilen freundschaftliches Verhältnis zu ihren Eltern. Diese stammen zu großen Teilen aus der Generation der Baby-Boomer und sind von der 68er-Bewegung geprägt. Erstmals haben sich auch die Väter aktiv um die Erziehung der Kinder gekümmert. Im Bildungsumfeld waren das Kind und seine Bedürfnisse Mittelpunkt der Betrachtungen und Bemühungen. Lob und Bestätigung wurden wichtiger als Tadel und Maßregelung. Und so liegt es nahe, dass bei dieser mittlerweile erwachsenen Generation ein hohes Aufmerksamkeitsbedürfnis sowie der Wunsch nach Feedback bestehen.

MENTORING – EINE WIN-WIN-SITUATION

Es ist sinnvoll, diese Punkte in der Personalentwicklung zu berücksichtigen. Dabei ist ein Mentoring-Programm eine mögliche Antwort auf die Bedürfnisse der Yer, weil Mentoring die gewünschte Aufmerksamkeit durch eine erfahrene, hierarchisch höher gestellte Person schafft. Es erfüllt den Wunsch „gesehen zu werden“ und schafft eine Beziehungsebene zu älteren Mitarbeitern anderer Abteilungen oder Bereiche. Quasi ein „Elternteil im Arbeitsumfeld“. Außerdem erfüllt es weitere Anforderungen, die die Generation Y hat. Mentoring fördert das Netzwerk-Denken, das in Zeiten von Facebook, Twitter und Xing ins Blut der Y-er übergegangen ist. Zusätzlich kann über einen längeren Zeitraum eine Entwicklung stattfinden. Einem Gefühl von Stillstand wird also vorgebeugt.

Auch für Unternehmen hat Mentoring viele Vorteile. So sind die Kosten überschaubar und auch die Kommunikation der unterschiedlichsten Mitarbeitergruppen ist gesichert. Außerdem wird Wissensmanagement betrieben – eine nicht zu unterschätzende Seite dieses Instruments. Denn treten die Prognosen ein, dann gehen in wenigen Jahren große Teile der Belegschaften in den Ruhestand. Zusätzlich kann Mentoring – eingebettet in andere Maßnahmen – dazu beitragen, die Fluktuationsrate in der jüngeren Belegschaft zu verringern. Im Ergebnis spart das wieder viel Geld für Recruiting und Einarbeitung. Weil Kommunikation eben immer wichtig ist!

Erschienen auf Jobnet